12 begeisterte Teilnehmer:innen haben gelernt, wie man einen Stampflehmboden herstellt. Das sehenswerte Ergebnis ist ein neuer Boden in unserer Sommerküche und viele hochglanzpolierte Probestücke.
Stampflehmböden sind weicher als Pflaster oder Beton und fußfreundlich. Sie ermöglichen eine massive und durchgängige Oberfläche, die sich (vor allem im Innenbereich) sehr gut mit unterschiedlichen Wandmaterialien kombinieren lässt und ein gesundes Klima unterstützt.
Auch für den Außenbereich sind Stampflehmböden geeignet, sofern die Flächen an überdachten und geschützten Flächen gebaut werden.
Wie man dabei vorgeht, lernten die Teilnehmer:innen in 3 sehr intensiven Tagen unter Anleitung von Elias Brunmayr. Im Mittelpunkt stand ein praktisches Bauvorhaben im überdachten Außenbereich der Sommerküche der Europäischen Bildungsstätte, wo unter realen Bedingungen, mit echtem Material, Maschinen und handwerklichem Anspruch ein neuer Boden verdichtet wurde.
Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit den Eigenschaften von Lehm auseinander, entwickelten eigene Mischungen und lernten anhand von kleinen Probestücken in ausgedienten Pfannen, wie Materialaufbereitung, Verdichtung und Oberflächengestaltung professionell umgesetzt werden. Die ruhige, klare Anleitung des Dozenten schuf Raum für Fragen, Diskussionen und einen offenen Austausch – sowohl auf fachlicher als auch persönlicher Ebene.
Die Vermittlung von Handwerk und Technik verbunden mit den sensorischen, kollektiven und experimentellen Erfahrungen des künstlerischen Schaffens hinterließ bei allen einen bleibenden Eindruck.
Für kommende Kurse wurde angeregt, den zeitlichen Rahmen auf fünf Tage zu erweitern, mehr Raum für theoretische Grundlagen zu schaffen und den Überblick über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Stampflehm zu vertiefen. Das nehmen wir gerne mit!
Schön, dass ihr da wart und bis ganz bald wieder in Wangelin!